Wenn es etwas gibt, was ich von ganzem Herzen hasse, dann ist es frühes Aufstehen. 6:30 Uhr. Samstag! Wer soll das aushalten? Was soll's. Es war für einen guten Zweck. Die Morgenhygiene hinter mich gebracht, Rucksack gepackt, zum Bahnhof gedüst und schon ging's los. Naja, streng genommen noch nicht ganz. Erst einmal stand eine kurze Zugfahrt an. Von etwas mehr als sieben Stunden. Gut vorbereitet erntete ich schnell kritische Blicke, nur weil ich mitten in der Fahrt ein Bier öffnete. Was hatten die Leute bloß? - Es war immerhin schon halb Neun! Von Leipzig nach Halle, von Halle nach Kassel. So weit, so gut. Ich hatte verdrängt, daß der Bahnhof von Kassel eine Komplettkatastrophe ist, was er mir aber (zum Glück) schnell wieder ins Gedächtnis rief: Baustellen, wo man nur hinguckt, verwirrt drein-blickende Menschen, dichtes Gerangel beim Kampf um das pünktliche Bekommen des Zuges. Selbstredend lief ich direkt erst einmal falsch, wunderte mich und schaffte es dann doch noch auf das richtige Gleis.
Weiter von Kassel nach Warburg. Ich befand mich im Fahrradabteil, saß unbequem und hatte lustig-verpeilte Leute um mich herum. Unter anderem einen älteren Herren mit dem typischen Düsseldorfer-Blick, der kaum redete, nur blöd daherguckte und früher aussteigen wollte, als er sollte. Die etwas gebildetere Frau neben ihm erblickte das drohende Chaos frühzeitig und konnte ihren Gefährten von einer unüberlegten Tat abhalten. "Warburg" mag nicht wie von Welt klingen, aber da mußten wir sowieso alle raus. Aufgrund der Verspätung wurde das Abteil schnell voll von Leuten, die es nicht erwarten konnten, auszusteigen. Die vermutlich spanische Familie mir gegenüber hatte ein nerviges, weibliches Balg dabei, das alsbald mit einer Tüte Süßigkeiten herumhantierte, die es von ebenfalls nicht-deutschen Bürgern ausgehändigt bekam. Sprach ich schon bei dieser Fahrt davon, daß es unbequem war? Die Strecke Warburg-Hamm war um Längen besser! Der mir diesmal gegenübersitzende Mensch wirkte hinter seiner Brille wie ein verkanntes Genie, das früher jeder ausgelacht hat. Ein forscher Blick, ein überlegtes Runzeln der Stirn, dann stieg er aus. Schade. Außerdem um mich herum: Ein alterndes Ehepaar, bestehend aus der Rätseloma und einem tattrigen Herren, der in mir den Eindruck erweckte, jeden Moment zu sterben, obwohl er eigentlich nur ein kurzes Schläfchen hielt. Alte Menschen sind beängstigend. Ich öffnete derweil mein zweites Bier. Schon wieder besorgte Blicke! Was denn jetzt noch? - Ich saß doch nur in der prallen Sonne und bekam wenig später Bauchschmerzen davon. Kaum ist alles wieder in Ordnung, erblickte ich ein schweißgebadetes Monstrum im Fenster, das ich nach kurzer Zeit als Abbild meinerselbst erkannte. Spiegelbilder sind fast genauso beängstigend wie alte Menschen.
Alles Schlimme geht vorbei. So auch diese Fahrt. Schweren Herzens ließ ich meine Sitzkollegen im Zug ins Nirgendwo zurück und trat den vorerst letzten Abschnitt an: Von Hamm ging es nach Essen! Nie war ich froher, den Namen dieser kulturell hochwertigen Stadt zu lesen. In Essen angekommen, wartete Baby bereits und saß herrlich-debil auf einer Bank. Hach. <3 Natürlich wurde die Hochburg seltsamer Menschen ihrem Ruf einmal mehr gerecht: weinerliche Emos inkl. übergewichtiger Emo-Weiber, moderne und hippe Gothen inkl. übergewichtiger Gothen-Weiber, Wrestling-Fans inkl. überg... - Moment, falsch. Da es ein gewisser Mensch nicht lassen kann, mich permanent an mein Selbstbedienungs-Bäckerei-Desaster zu erinnern, mußte ausgerechnet ein solcher Laden betreten werden. Brrr. Das Leben ging weiter. Auf zur MuPa. - wXw! Ersteindrücke in Kurzform:
[1] wXw World Lightweight Tournament First Round Match: Mike Quackenbush bes. Marc Roudin nach 17:05 Minuten. Unterhaltsam. Quak, unwissend darüber, daß sein Match direkt der Opener ist, begab sich erst einmal aufs Klo und zog Roudin im Anschluß zu einem sehenswerten Aufeinandertreffen. Roudin's gute Entwicklung machte sich bemerkbar, letztendlich unterlag er aber auch hier wieder einem Gaststar.
[2] wXw World Lightweight Tournament First Round Match: Tommy End bes. Carbon nach 8:45 Minuten. Gehobener Durchschnitt. Ein Upset in Form eines Carbon-Sieges hätte mir gut in den Kram gepaßt, aber mit dem Sieg von Tommy konnte ich auch leben.
[3] wXw World Lightweight Tournament First Round Match: Ricky Marvin bes. Taiji Ishimori nach 9:53 Minuten. Heimlicher Showstealer. Astreines Spotwrestling am laufenden Band. Einige Aktionen auf den Hallenboden sahen beängstigend aus und es würde mich doch wundern, wenn Ishimori früher oder später nicht noch einen weiteren Auftritt bei wXw haben wird.
[4] wXw World Lightweight Tournament First Round Match: Emil Sitoci bes. Tengkwa nach 10:39 Minuten. Ordentlich. Nicht mehr, nicht weniger. Der Titel von Sitoci stand selbstverständlich auf dem Spiel und alles war grundsolide - mit einem Sieg von Tengkwa hatte niemand gerechnet, weswegen das Match die Spannung der ersten Kämpfe nicht ganz halten konnte. Dennoch fraglos eine gute Leistung beider.
[5] wXw World Lightweight Tournament First Round Match: Pac bes. El Generico nach 13:49 Minuten. Spotfest #2! Nach Marvin/Ishimori das zweitbeste Vorrundenmatch. Der Sieg von Pac kam zumindest für mich überraschend, nachdem Generico den größten Teil des Kampfes deutlich in der Defensive lag.
Pause: Verkaufsstand geplündert und Luft geschnappt.
[6] Tag Team Match: Bad Bones & Kevin Steen bes. Iceman & Steve Douglas nach 21:37 Minuten. Nett. Ich liebe es, Steen zu sehen und an der Seite von Bones wirkt er nur noch genialer. Das Heel-Duo versuchte alles, um sich nicht ganz faire Vorteile zu erarbeiten und fuhr damit auf der erfolgreichen Schiene. Steen gelang ein Slingshot gegen Iceman, der daraufhin direkt in den Shadow Driver von Bones torkelte - Match vorbei. Nächsten Monat dürfen sich Bones und Iceman in einem Singles Match messen.
[7] wXw Tag Team Title Match: Murat Bosporus & Wesley Croton bes. Chris Ramirez & Vries Kastelein © nach 10:58 Minuten. Uninteressant trotz Titelwechsel. Zwei Tag Team Matches in Folge sind schlecht gebookt, anders ging es bei dieser Card aber wirklich nicht.
[8] wXw World Heavyweight Title Match: Ares © bes. Baron von Hagen nach 31:47 Minuten. Meine Fresse. Bis zur letzten Sekunde stand der Sieg von Ares auf Messers Schneide, die Nearfalls wollten garkein Ende mehr nehmen. Nach diversen Chop- und Headbutt-Duellen gelang dem Champion nach einer halben Ewigkeit mit zwei Piledrivern der Sieg. Ein must-see an Dramatik, genialem Kampfaufbau und an diesem Abend unerreichter Intensität.
[9] wXw World Lightweight Tournament Final Elimination Match: Tommy End bes. Emil Sitoci ©, Mike Quackenbush, Pac & Ricky Marvin nach 13:49 Minuten. Wie war das heute mit den Spotfesten? - Hier gab es natürlich noch eins! Nach dem vorangegangen Match waren die Nerven bei vielen zwar schon völlig runter, doch für das Finale wurden die letzten Reserven aufgetrieben. Wie auch immer. Pac und Marvin flogen als erstes raus, wonach der CHIKARA-Besitzer die Segel streichen mußte. Ein Heel-Sieger wäre für diesen Abend vermutlich nicht mehr angebracht gewesen, schließlich machte also Tommy den Sieg klar und holte sich damit nicht nur den Turniersieg, sondern gleich noch den wXw Lightweight Titel. Zwischendurch gab es natürlich richtig kranke Outside-Aktionen von allen Beteiligten, wobei Pac's Shooting Star Press fast noch ins Auge gegangen wäre.
Was eine Show! War "Dead End 6" im Mai wegen kurzfristiger Ausfälle noch sehr undurchsichtig, lief diesmal mit Ausnahme des Tag Team Titel-Matches alles glatt. Das Turnier sorgte für eine gute Einstimmung auf den Rest, Ares und Hagen lieferten sich den Klassiker, den man erwarten konnte und Kevin Steen ist eben... Kevin Steen! Ob "Fight Club 2006" am 21. Oktober daran anschließen wird, bleibt abzuwarten. Neben dem bereits länger feststehenden Match zwischen Bad Bones und Iceman, wird HATE sein Ring-Comeback feiern und in einem Falls Count Anywhere-Match auf Vries Kastelein treffen. Als erster Gaststar ist "The Phoenix" Jody Fleisch dabei. Hagen erklärte nach seinem Match gegen Ares, daß er noch dieses Jahr zurücktreten und nur noch einen Kampf für wXw geben werde. Sein geplanter Auftritt bei ESW fällt deswegen hoffentlich nicht ins Wasser.
So viel dazu. Essen wäre nicht Essen, wenn nicht noch etwas anstehen würde. Baby verschwand kurz nach Beginn des Ares/Hagen-Matches, nach der Show ging es für mich also erstmal allein zurück zum Bahnhof. Nächstes Highlight: Svü/Steffen III. Gingen Teil I und II musik-, zelt- und weißichnicht-bedingt nicht ganz so wundertoll aus, ist diesmal aus irgendeinem Grund alles anders: Gespräch, keine Feindseligkeiten fernab der üblichen Beleidigungen, Gespräch und noch mehr Gespräch. Großartig zu gebrauchen bin ich dann allerdings doch nicht mehr gewesen, da mein müder Zustand in Sekundenschnelle dem totmüden wich. Sieht man davon ab, daß es Svü größte Freude bereitete, mich mit dem Aufschließ/Abschließ-Dingenskirchen ihres Autos zu nerven, fand ich dann zu meiner Freude sogar ein "gemütliches" Schlafplätzchen. Auf der Rückbank. Etwa sechs Stunden später wurde der Giftzwerg noch freundlicherweise zum Bahnhof gebracht und suchte dort verzweifelt nach geöffneten Supermärkten. Mehr als nur vergeblich. Macht nix, kauft man halt überteuerten Scheiß bei 'ner Bäckerei. Wie ich es geschafft habe, weiß ich selbst nicht mehr, aber die sieben Stunden Rückfahrt vergingen tatsächlich recht schnell. Selbst Kassel erwies sich als erträglich; es ging nämlich nur vom einen Gleis auf den gegenüberliegenden. Könnte es dort nicht immer so sein?
Und jetzt reicht's mir. Bevor noch alles abstürzt und dieser Beitrag seinen Weg ins Datennirvana findet...
Weiter von Kassel nach Warburg. Ich befand mich im Fahrradabteil, saß unbequem und hatte lustig-verpeilte Leute um mich herum. Unter anderem einen älteren Herren mit dem typischen Düsseldorfer-Blick, der kaum redete, nur blöd daherguckte und früher aussteigen wollte, als er sollte. Die etwas gebildetere Frau neben ihm erblickte das drohende Chaos frühzeitig und konnte ihren Gefährten von einer unüberlegten Tat abhalten. "Warburg" mag nicht wie von Welt klingen, aber da mußten wir sowieso alle raus. Aufgrund der Verspätung wurde das Abteil schnell voll von Leuten, die es nicht erwarten konnten, auszusteigen. Die vermutlich spanische Familie mir gegenüber hatte ein nerviges, weibliches Balg dabei, das alsbald mit einer Tüte Süßigkeiten herumhantierte, die es von ebenfalls nicht-deutschen Bürgern ausgehändigt bekam. Sprach ich schon bei dieser Fahrt davon, daß es unbequem war? Die Strecke Warburg-Hamm war um Längen besser! Der mir diesmal gegenübersitzende Mensch wirkte hinter seiner Brille wie ein verkanntes Genie, das früher jeder ausgelacht hat. Ein forscher Blick, ein überlegtes Runzeln der Stirn, dann stieg er aus. Schade. Außerdem um mich herum: Ein alterndes Ehepaar, bestehend aus der Rätseloma und einem tattrigen Herren, der in mir den Eindruck erweckte, jeden Moment zu sterben, obwohl er eigentlich nur ein kurzes Schläfchen hielt. Alte Menschen sind beängstigend. Ich öffnete derweil mein zweites Bier. Schon wieder besorgte Blicke! Was denn jetzt noch? - Ich saß doch nur in der prallen Sonne und bekam wenig später Bauchschmerzen davon. Kaum ist alles wieder in Ordnung, erblickte ich ein schweißgebadetes Monstrum im Fenster, das ich nach kurzer Zeit als Abbild meinerselbst erkannte. Spiegelbilder sind fast genauso beängstigend wie alte Menschen.
Alles Schlimme geht vorbei. So auch diese Fahrt. Schweren Herzens ließ ich meine Sitzkollegen im Zug ins Nirgendwo zurück und trat den vorerst letzten Abschnitt an: Von Hamm ging es nach Essen! Nie war ich froher, den Namen dieser kulturell hochwertigen Stadt zu lesen. In Essen angekommen, wartete Baby bereits und saß herrlich-debil auf einer Bank. Hach. <3 Natürlich wurde die Hochburg seltsamer Menschen ihrem Ruf einmal mehr gerecht: weinerliche Emos inkl. übergewichtiger Emo-Weiber, moderne und hippe Gothen inkl. übergewichtiger Gothen-Weiber, Wrestling-Fans inkl. überg... - Moment, falsch. Da es ein gewisser Mensch nicht lassen kann, mich permanent an mein Selbstbedienungs-Bäckerei-Desaster zu erinnern, mußte ausgerechnet ein solcher Laden betreten werden. Brrr. Das Leben ging weiter. Auf zur MuPa. - wXw! Ersteindrücke in Kurzform:
[1] wXw World Lightweight Tournament First Round Match: Mike Quackenbush bes. Marc Roudin nach 17:05 Minuten. Unterhaltsam. Quak, unwissend darüber, daß sein Match direkt der Opener ist, begab sich erst einmal aufs Klo und zog Roudin im Anschluß zu einem sehenswerten Aufeinandertreffen. Roudin's gute Entwicklung machte sich bemerkbar, letztendlich unterlag er aber auch hier wieder einem Gaststar.
[2] wXw World Lightweight Tournament First Round Match: Tommy End bes. Carbon nach 8:45 Minuten. Gehobener Durchschnitt. Ein Upset in Form eines Carbon-Sieges hätte mir gut in den Kram gepaßt, aber mit dem Sieg von Tommy konnte ich auch leben.
[3] wXw World Lightweight Tournament First Round Match: Ricky Marvin bes. Taiji Ishimori nach 9:53 Minuten. Heimlicher Showstealer. Astreines Spotwrestling am laufenden Band. Einige Aktionen auf den Hallenboden sahen beängstigend aus und es würde mich doch wundern, wenn Ishimori früher oder später nicht noch einen weiteren Auftritt bei wXw haben wird.
[4] wXw World Lightweight Tournament First Round Match: Emil Sitoci bes. Tengkwa nach 10:39 Minuten. Ordentlich. Nicht mehr, nicht weniger. Der Titel von Sitoci stand selbstverständlich auf dem Spiel und alles war grundsolide - mit einem Sieg von Tengkwa hatte niemand gerechnet, weswegen das Match die Spannung der ersten Kämpfe nicht ganz halten konnte. Dennoch fraglos eine gute Leistung beider.
[5] wXw World Lightweight Tournament First Round Match: Pac bes. El Generico nach 13:49 Minuten. Spotfest #2! Nach Marvin/Ishimori das zweitbeste Vorrundenmatch. Der Sieg von Pac kam zumindest für mich überraschend, nachdem Generico den größten Teil des Kampfes deutlich in der Defensive lag.
Pause: Verkaufsstand geplündert und Luft geschnappt.
[6] Tag Team Match: Bad Bones & Kevin Steen bes. Iceman & Steve Douglas nach 21:37 Minuten. Nett. Ich liebe es, Steen zu sehen und an der Seite von Bones wirkt er nur noch genialer. Das Heel-Duo versuchte alles, um sich nicht ganz faire Vorteile zu erarbeiten und fuhr damit auf der erfolgreichen Schiene. Steen gelang ein Slingshot gegen Iceman, der daraufhin direkt in den Shadow Driver von Bones torkelte - Match vorbei. Nächsten Monat dürfen sich Bones und Iceman in einem Singles Match messen.
[7] wXw Tag Team Title Match: Murat Bosporus & Wesley Croton bes. Chris Ramirez & Vries Kastelein © nach 10:58 Minuten. Uninteressant trotz Titelwechsel. Zwei Tag Team Matches in Folge sind schlecht gebookt, anders ging es bei dieser Card aber wirklich nicht.
[8] wXw World Heavyweight Title Match: Ares © bes. Baron von Hagen nach 31:47 Minuten. Meine Fresse. Bis zur letzten Sekunde stand der Sieg von Ares auf Messers Schneide, die Nearfalls wollten garkein Ende mehr nehmen. Nach diversen Chop- und Headbutt-Duellen gelang dem Champion nach einer halben Ewigkeit mit zwei Piledrivern der Sieg. Ein must-see an Dramatik, genialem Kampfaufbau und an diesem Abend unerreichter Intensität.
[9] wXw World Lightweight Tournament Final Elimination Match: Tommy End bes. Emil Sitoci ©, Mike Quackenbush, Pac & Ricky Marvin nach 13:49 Minuten. Wie war das heute mit den Spotfesten? - Hier gab es natürlich noch eins! Nach dem vorangegangen Match waren die Nerven bei vielen zwar schon völlig runter, doch für das Finale wurden die letzten Reserven aufgetrieben. Wie auch immer. Pac und Marvin flogen als erstes raus, wonach der CHIKARA-Besitzer die Segel streichen mußte. Ein Heel-Sieger wäre für diesen Abend vermutlich nicht mehr angebracht gewesen, schließlich machte also Tommy den Sieg klar und holte sich damit nicht nur den Turniersieg, sondern gleich noch den wXw Lightweight Titel. Zwischendurch gab es natürlich richtig kranke Outside-Aktionen von allen Beteiligten, wobei Pac's Shooting Star Press fast noch ins Auge gegangen wäre.
Was eine Show! War "Dead End 6" im Mai wegen kurzfristiger Ausfälle noch sehr undurchsichtig, lief diesmal mit Ausnahme des Tag Team Titel-Matches alles glatt. Das Turnier sorgte für eine gute Einstimmung auf den Rest, Ares und Hagen lieferten sich den Klassiker, den man erwarten konnte und Kevin Steen ist eben... Kevin Steen! Ob "Fight Club 2006" am 21. Oktober daran anschließen wird, bleibt abzuwarten. Neben dem bereits länger feststehenden Match zwischen Bad Bones und Iceman, wird HATE sein Ring-Comeback feiern und in einem Falls Count Anywhere-Match auf Vries Kastelein treffen. Als erster Gaststar ist "The Phoenix" Jody Fleisch dabei. Hagen erklärte nach seinem Match gegen Ares, daß er noch dieses Jahr zurücktreten und nur noch einen Kampf für wXw geben werde. Sein geplanter Auftritt bei ESW fällt deswegen hoffentlich nicht ins Wasser.
So viel dazu. Essen wäre nicht Essen, wenn nicht noch etwas anstehen würde. Baby verschwand kurz nach Beginn des Ares/Hagen-Matches, nach der Show ging es für mich also erstmal allein zurück zum Bahnhof. Nächstes Highlight: Svü/Steffen III. Gingen Teil I und II musik-, zelt- und weißichnicht-bedingt nicht ganz so wundertoll aus, ist diesmal aus irgendeinem Grund alles anders: Gespräch, keine Feindseligkeiten fernab der üblichen Beleidigungen, Gespräch und noch mehr Gespräch. Großartig zu gebrauchen bin ich dann allerdings doch nicht mehr gewesen, da mein müder Zustand in Sekundenschnelle dem totmüden wich. Sieht man davon ab, daß es Svü größte Freude bereitete, mich mit dem Aufschließ/Abschließ-Dingenskirchen ihres Autos zu nerven, fand ich dann zu meiner Freude sogar ein "gemütliches" Schlafplätzchen. Auf der Rückbank. Etwa sechs Stunden später wurde der Giftzwerg noch freundlicherweise zum Bahnhof gebracht und suchte dort verzweifelt nach geöffneten Supermärkten. Mehr als nur vergeblich. Macht nix, kauft man halt überteuerten Scheiß bei 'ner Bäckerei. Wie ich es geschafft habe, weiß ich selbst nicht mehr, aber die sieben Stunden Rückfahrt vergingen tatsächlich recht schnell. Selbst Kassel erwies sich als erträglich; es ging nämlich nur vom einen Gleis auf den gegenüberliegenden. Könnte es dort nicht immer so sein?
Und jetzt reicht's mir. Bevor noch alles abstürzt und dieser Beitrag seinen Weg ins Datennirvana findet...
- Gefühlslage:
good
